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Piper Super Cub PA-18 (= L-18) „D-ERDJ“ L-4 „Grasshopper“

Seriennummer: ex 52-6228

Die Piper Super Cub PA-18 ist eine Nachfolgeversion der Piper Cub J-3, die der Konstrukteur Walter Jamouneau für die Piper Aircraft Corporation in den 1930er Jahren entwickelt hatte (das „J“ in der Bezeichnung steht für den Nachnamen des Konstrukteurs). Diese Piper Cub war aufgrund ihrer gutmütigen Flugeigenschaften über viele Jahre hinweg eines der wichtigsten und beliebtesten Schulflugzeuge („Cub“ = das Junge eines Tieres, hier ein kleiner Bär, der auch als Symbol der Piper Cub gilt). Als solches wurde sie ab Beginn des Zweiten Weltkriegs auch militärisch genutzt, ebenso wie als Verbindungs- und Aufklärungsflugzeug. Die militärische Version trug die Bezeichnung „L-4“ („L“ stand für „Liaison“ = „Verbindung“, die Bezeichnung für leichte Aufklärungsflugzeuge).

Ende der 1940er Jahre wurde dann als Nachfolger die Piper P-18 „Super Cub“ vorgestellt, die sich im wesentlichen durch einen größeren Rumpf und stärkere Motorisierung (verschiedene Varianten von 90 – 150 PS) auszeichnete.
Auch die PA-18 fand wie ihre Vorgängerin militärische Verwendung, dann als L-18 bezeichnet.
Im Rahmen des Marshall-Plans zum Wiederaufbau Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Super Cub ab 1950 auch nach Europa geliefert, zunächst an die französische Luftwaffe, wo sie wiederum als Verbindungs- und Aufklärungsflugzeug genutzt und selbst bei bewaffneten Konflikten eingesetzt wurde. Die Super Cub war beim europäischen Militär sehr geschätzt und wurde unter anderem auch bei der Bundesdeutschen Luftwaffe verwendet. Da sie sehr gute Kurzstart- und Landeeigenschaften aufweist, wurde die Super Cub häufig in schwierigem Terrain (z.B. als Buschflugzeug) eingesetzt. Die PA-18 wurde bis Mitte der 1980er Jahre produziert. Wegen ihrer großen Beliebtheit brachten ab Mitte der 1990er Jahre mehrere Firmen erneut verschiedene Piper-Versionen auf den Markt.

Die hier ausgestellte Super Cub ist eines der ältesten erhaltenen Modelle in Europa. 1950 als Militärversion gebaut, kam sie zunächst als Beobachtungs- und Verbindungsflugzeug an die Heeresfliegertruppe des französischen Militärs. Es handelt sich bei ihr um die Variante mit einem 90 PS-Motor. Dieser wurde ebenso wie die Zelle zuletzt im Jahr 2001 generalüberholt. Die Lackierung (schwarz-weiße Streifen = Invasionsstreifen) entspricht dem Farbschema der L-4 zur Zeit der Alliierten Invasion in Frankreich 1944. Aus dieser Zeit stammt auch der heute noch gebräuchliche Kosename „Grasshopper“ (= Grashüpfer, Heuschrecke; auch allgemeine Bezeichnung für Leichtflugzeuge).
2013 konnte die Airfighter Academy diese besondere Super Cub erwerben, wo sie nun für Einweisungs-, Charter- und Rundflüge eingesetzt wird.
 
TECHNICAL INFORMATION:
ERSTFLUG: Piper Cub 1938; Pa-18 Super Cub 1949
HERSTELLER: Piper Aircraft Corporation
MOTOR:
Continental 4-Zylinder Boxermotor

LEISTUNG:
90 PS

BEWAFFNUNG:
-
 
Gesamtlänge: 6,83 m
Spannweite: 10,73 m
Gesamthöhe: 2,02 m
Leergewicht: 381 kg
Max. Abfluggewicht: 590 kg
Höchstgeschwindigkeit: 161 km/h
Max. Flughöhe: 4.752 m
Max. Reichweite: 580 km
Verwendungszweck: Schulflugzeug, Aufklärungsflugzeug Besatzung: 2